Tipps und Tricks für perfektes Grillen – Gasgrill Test

Kennen sie das auch? Sobald die erste Frühlingssonnenstrahlen locken, die Vöglein wieder singen und die Luft langsam wieder milder wird und beginnt sanft nach Sommer zu schmecken, lockt es uns nach draußen. Endlich ist sie wieder da, die schöne Zeit! In der wir uns nicht in den künstlich beheizten vier Wänden verkriechen müssen. Dann zieht es uns wieder nach draußen, der Rasenmäher wartet darauf wieder angeworfen zu werden, die ersten Blümchen werden gepflanzt, Sitzgarnituren  werden aufgestellt um sich nach Feierabend ein lauschiges Plätzchen im Grünen zu suchen. Doch halt! Eines fehlt noch. Da umschleicht ein würziger Duft aus Nachbars Garten unser süchtiges wohlwollendes Riechorgan. Richtig: Die Grillsaison hat wieder begonnen! Juhu  – Der Grill oder Gasgrill kann wieder angeworfen werden.

Was ist Grillen?

Grillen

Unter Grillen versteht man das Garen von Lebensmitteln durch Wärmestrahlung. Es stellt damit die ursprüngliche Zubereitung ohne das Verwenden von Kochgeschirr dar. Das Gargut wird im Wesentlichen über offenem Feuer, Glut oder einer anderen Hitzequelle, z.B. Gasgrill erhitzt und geröstet, mittels eines Fleischspießes oder eines Rostes.

In Deutschland und auch weltweit zählt das Grillen zu den beliebtesten sozialen Freizeitbeschäftigungen. Als Heizquelle verwendet man z.B.:

  • Holz
  • Holzkohle
  • Grillkohle
  • heiße Steine
  • Gasgrill
  • elektrische Heizschleifen

Durch das Rösten entsteht durch eine chemische Reaktion der typische Grillgeschmack des Gargutes. (sog. Maillard-Reaktion)


Gas-Grillen

Flammen
Das Grillen mit Gas bietet einige entscheidende Vorteile gegenüber Grillen mit Holzkohle.

– Kürzere Anheizzeit
– Kinderleichtes Zünden
– So gut wie keine Rauchbelästigung
– Keine Asche
– Sehr gut regelbar
Daher eignen sich Gasgrills beispielsweise auch besser, um auf einem Balkon zu Grillen. Da Gasgrills technisch anspruchsvoller sind, sind diese auch etwas teurer als herkömmliche Holzkohle Grills, außerdem sind Gasgrills fast immer mit einer Haube und einem Thermometer ausgestattet. Zudem besitzen die meistens Gasgrills auch ein Auffangbehälter für Fett.
Aufgrund des höheren Anschaffungspreises sollte man erst recht auf eine gute Verarbeitung und eine möglichst lange Lebensdauer achten. Wegen der komplizierteren Technik sind leider auch mögliche Störquellen oder technische Mängel eher möglich, als bei einem herkömmlichen Grill. Es wird in jedem Fall eine gefüllte Gasflasche, ein Druckminderer und ein Gasschlauch benötigt.
Man sollte sich vor dem Kauf genau informieren, ob der Gasgrill das CE-Zeichen besitzt. Sehr wichtig ist auch die Information, aus welchem Material wichtige Teile wie Grillrost, Abdeckung, Flammschutz oder Fettauffangbehälter angefertigt sind. Davon ist abhängig wie gut sich die Teile reinigen lassen, wie schnell sie verschmutzen und wie lang die Lebensdauer ist. Deshalb kann es sinnvoll sein vor dem Kauf einen Gasgrill Test zu lesen.


Entscheidungskriterien

Wichtige Entscheidungskriterien für den Kauf des richtigen Gasgrills sollte man sich vorher überlegen:

  • Wie groß soll der Grill oder die Grillfläche sein? Es hängt in den meisten Fällen davon ab, für wie viele Personen oder was ich grillen möchte.
  • Wie viel Leistung benötige ich? Möchte ich mehrere unterschiedliche Temperaturzonen  einrichten? Das kann bei größeren Mengen von Grillgut interessant sein, oder Grillen von unterschiedlichen Gargut, wie Würste, Geflügel, Steak oder Kotelett.
  • Möchte ich unter Umständen voluminösere Stücke garen? Wie zum Beispiel Braten? Dann kann beispielsweise ein Sichtfenster interessant sein.
  • Benötige ich einen Seitenbrenner? Auf diesem kann man herkömmliche Töpfe und Pfannen erwärmen und zum Beispiel Beilagen erwärmen, kochen oder braten.
  • Wo soll der Grill stehen? Davon kann unter Umständen die Größe abhängen, Transportfähigkeit oder benötige ich eine Schutzhaube?
  • Sollen die Seitentische klappbar sein?

 

Diese Qualitätskriterien solltest du auch anhand des Gagsrill Test ’s abchecken:Gasgrill

  • Wie gut lässt sich der Grill aufbauen?
  • Wie gut sind die Teile verarbeitet? Nicht selten kommt es vor, dass Blechteile verzogen sind oder Beulen haben.
  • Welche Teile des Grills bestehen aus hochwertigen Komponenten, wie z.B. Edelstahl?
  • Aus welchem Material besteht das Rost? Ist dieses leicht zu reinigen?
  • Wie gut ist der Kundenservice des Herstellers oder Lieferanten?
  • Wie ist die Fettauffangwanne beschaffen? Lässt sich diese gut reinigen? Ist sie dicht? Oft kommt es vor, dass Fettwannen nicht richtig dicht sind und das Fett in den Schrank und auf den Fußboden tropft.
  • Wie korrosionsbeständig ist das Material, insbesondere Rost, Flammabweiser, Flammrohre und Fettwanne?
  • Sind die Regler qualitätsgerecht?
  • Neigt der Grill zum Abrennen des Fetts? Das kann passieren, wenn die Fettabweiser nicht richtig geformt sind.
  • Sind Druckminderer und Schlauch im Lieferumfang enthalten oder müssen sie separat bestellt werden?
  • Wie hat der Grill im Gasgrill Test abgeschnitten

 

Direktes und indirektes Grillen

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen

  • direktem     und
  • indirektem Grillen

Beim direktem Grillen wird das Gargut direkt über der Hitzequelle platziert und das Lebensmittel wird durch die aufsteigende Wärme geröstet und gegart. Bei richtiger Anwendung bleibt  der Saft im Grillgut erhalten, zur Verhinderung der Austrocknung kann das Grillgut auch mit Fett bestrichen werden. Das Stück sollte auch zyklisch gewendet werden, um eine gleichmäßige Bräunung und Durchgarung zu erreichen. Statt Holzkohle kann man auch als Hitzequelle Brikett, einen Gasgrill, oder elektrische Energie benutzen.

direktes grillen indirektes grillen

direktes Grillen                                           indirektes Grillen

Beim indirekten Grillen wird das Gargut seitlich versetzt über der Hitzequelle platziert. Die Hitze steigt somit nicht direkt in das Grillgut auf sondern umströmt gleichzeitig das Lebensmittel von allen Seiten. Dazu werden häufig Kugelgrills oder Grills mit Hauben verwendet, die Wärmestrahlung wird nach dem Aufsteigen von der Oberfläche reflektiert. Der Vorgang ist mit einem Back- oder Umluftofen vergleichbar. Durch die gleichmäßigere Einwirkung ist es möglich voluminösere Fleischstücke zu grillen oder zu garen.

 


Garzeiten

 Was ist bei den Grillzeiten für Fleisch, Würste, Fisch und andere Leckereien zu beachten?

Die benötigte Garzeit hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Hitze bzw. Temperatur des Grills
  • Höhe des Rostes
  • Dicke des Grillgutes
  • Art des Grillens (direktes oder indirektes Grillen)
  • Art des Grillgutes
  • persönliche Vorlieben des Durchgarens

Für Garzeiten gibt es nur ungefähre Richtwerte, da die Zeiten in Abhängigkeit von den oberen Faktoren stark variieren können. Wichtig ist, dass der GarzeitenGrill auf die richtige Temperatur eingestellt ist. Beim Auflegen sollte bereits eine sog. Weißglut vorhanden sein. Offene Flammen sind jedoch nicht ratsam. Ist die Hitze zu gering, dauert der Garprozess zu lang und das Fleisch kann austrocknen. Bei zu großer Hitze, verbrennt das Grillgut oder Würste können aufplatzen oder äußerlich schwarz werden, obwohl sie innen noch nicht durchgegart sind. Sollten sie grillen mit Brikett, ist es auch wichtig das genügend Kohle vorhanden ist, so dass die Hitze entsprechend lange halten kann. Verwenden sie einen Gasgrill, ist die Hitze stufenlos über den Brenner regelbar. Meistens liegt diese zwischen 200 – 300°C.

Profis lassen Fleischstücke wie Steaks oder Kotelett kurz einige Sekunden scharf anbraten bei großer Hitze, damit sich die Poren verschließen und das Stück länger saftig bleibt. Anschließend wird es bei einer mittleren Hitze kontinuierlich weitergegart. Dazu kann man auf dem Grill auch verschiedene Grillzonen schaffen, wenn der Platz vorhanden ist. Dazu schiebt man die Kohle unter dem Rost nur auf eine Seite. So wird das Grillgut, wenn es nicht direkt über der Kohle liegt, sanfter gegart, weil es nur noch von der warmen Luft umströmt wird und nicht direkt von aufsteigender Hitze der Kohlen.

Garzeiten

  • Roster                            5 bis 10 Minuten
  • Fleisch, wie Steak      10 bis 20 Minuten

Bei größeren Fleischstücken, die stärker als einige Zentimeter sind, kann man die Garung mit einem Bratenthermometer überprüfen. So braucht man das Fleisch während des Grillvorgangs nicht anschneiden.

 


Indirektes Grillen

Eine besondere Art ist das indirekte Grillen. Hierbei wird die Hitze auf das Gargut nicht in direkter Strahlung gerichtet, sondern es wird sozusagen auf Umwegen von allen Seiten von der heißen Luft umspült. Das kann man sich ähnlich wie in einem Umluftofen vorstellen. Der Vorteil ist, dass das Fleisch gleichmäßiger und sanfter gegart wird. Voluminöse Grillstücke können so überhaupt erst auf einem Grill gegart werden, es sei denn man verwendet einen Drehspieß.

Indirektes Grillen

Zum Indirekten Grillen eignet sich zum Beispiel ein Kugelgrill oder ein Grill mit Haube, da die Hitze der Kohle gefangen werden muss, und bei Aufstieg nach oben von der Abdeckung reflektiert wird oder auch ein Gasgrill. So gut wie alle Gasgrills besitzen geschlossene Hauben. Ein interessantes Zusatzfeature ist das Verwenden einer Auffangschale. Diese kann man dazu verwenden, um herabtropfendes Fett beim Eindringen in die Glut zu hindern, welches Flammenbildung zu Folge haben würde. Ebenso eignet es sich auch, falls man Wasser einfüllt, die Luftfeuchtigkeit im Garraum zu erhöhen. So kann man Fleisch länger saftig zu halten oder mittels Bier oder Marinade ein besonderes Aroma beim Grillgut zu erzeugen. Der Nachteil ist, dass man durch die Haube das Fleisch nicht direkt durch Sichtkontakt beobachten kann, wenn man den Grill nicht ständig öffnet. Abhilfe kann hier bei höherwertigen Grills ein eingebautes Thermometer oder ein Sichtfenster bieten.

 


Anzünden des Grills

 Jedesmal steht man wieder vor der gleichen Aufgaben bzw. dem gleichem Problem, wie bekomme ich den Grill möglichst schnell und sicher auf Betriebstemperatur? Der Handel bietet dazu inzwischen eine ganze Reihe von Hilfsmitteln an, die unterschiedlich gut und mit differenzierten Nebeneffekten funktionieren.

Grillanzünder

Zunächst sollte man je nach Menge des Gargutes aus der Holzkohle oder den Brikett einen kleinen Kegel oder Pyramide schütten, weil sich so die Hitze besser entwickeln und die Glut ausbreiten kann.

Holzwachs:

Die Stoffe bestehen aus einem durchtränkten Substrat aus Sägespänen und Wachs, oder eine Form von Anzündwolle. Sie sind günstig im Preis und leicht zu portionieren. Leider funktioniert Holzwachs zum schnellen Anzünden und großer Hitze nicht sonderlich gut.  Viele Produkte verursachen eine starke Rauchentwicklung, aber dagegen nur wenig Hitze. Daher sind sie nur bedingt zu empfehlen.

Feste Paraffin-Anzünder:

Diese Anzünder sind weit verbreitet und traditionell. Sie sind preiswert und leicht zu portionieren. Auch die entstehende Hitze ist ausreichend. Die Menge verwendet man je nach Größe und Menge der Kohle. Der Nachteil ist, dass Paraffin rußt und die Finger dann etwas nach Paraffin riechen. Feste Paraffinanzünder brauchen einige Minuten bis die Holzkohle Glut gefasst hat.

Eine relativ neue Erfindung sind Grill-Anzünder aus Paraffin-Gel. Der Anzünder ist also halbflüssig und lässt sich so besser und gleichmäßiger verteilen und kann eine größere Oberfläche ausbilden. Dadurch verbrennt er besser und erreicht schneller und effektiver eine gute Hitze und Glut in der Kohle. Auch rußt er nicht so stark wie feste Grill-Anzünder.

Flüssiges Paraffin:

Diese Variante entzündet Kohle sehr schnell und es ist leicht entzündlich. Wegen der starken Rauchentwicklung und der Gesundheitsgefahr wird jedoch davon eher abgeraten.

Bio-Flüssiganzünder:

Diese teuere Variante bereitet deutlich mehr Freude als flüssiges Paraffin und ist daher zu empfehlen. Es qualmt und rußt deutlich weniger als Paraffin und riecht auch nicht so stark oder auch gar nicht. Eine Hitze wird in der Kohle recht schnell erreicht.

 

Anzündspray:

Diese innovative Erfindung ist tatsächlich etwas besonderes! Es ist so etwas wie die Superwaffe des Mannes für den 007 der Grillmeister. Funktioniert wie ein kleiner Flammenwerfer und ist trotzdem sehr sicher. Bei Stiftung Warentest hat es als einziges Produkt die Note „Gut“ bekommen. Vor Kindern sollte man es auch jeden Fall wie allen anderen brennbaren Dinge schützen.

Elektrischer Grillanzünder:

Dieses Gerät funktioniert ähnlich wie ein Tauchsieder, sie legen es zwischen die Kohl, schließen an und schalten ein. Der große Vorteil bei elektrischen Grillanzündern ist, dass sie ohne Chemikalien auskommen und daher kaum Ruß oder Qualm entsteht (außer von der Kohle). Logischerweise ist man dabei immer auf einen Stromanschluss angewiesen.

 

Bei einem Gasgrill bestehen solche Probleme selbstverständlich nicht, da das ausströmende Gas meistens mithilfe eines Piezozünders zum Brennen gebracht wird.

 


GrillholzkohleHolzkohle

Gute Holzkohle besteht vorzugsweise aus hartem Laubholz, besonders eignet sich dafür Buchenholz. Sie besticht durch einen reinen, und hohen Klang, wenn Kohlestücken auf einen harten Gegenstand geschlagen werden. Das bedeutet, dass die Holzkohle weitgehend frei von Teer ist. Die Deutschen verbrauchen jedes Jahr über 100.000 t Holzkohle zum Grillen.

Holz aus dem Wald

Doch woher kommt diese Kohle? In Deutschland selbst wird nur noch ein geringer Teil an Holzkohle aus heimischem Holz produziert. Ein großer Teil des Holzes oder der Holzkohle kommt zum Beispiel aus Südamerika, Afrika oder Osteuropa. Ungefähr ein Viertel der in Deutschland verbrauchten Holzkohle stammt beispielsweise aus Paraguay.  Nicht immer geht es dabei ökologisch bzw. nachhaltig zu. In einigen südamerikanischen Ländern werden täglich immer noch große Flächen Wald gerodet um neue Ackerbauflächen, zum Beispiel Sojafelder zu gewinnen. Die Holzgewinnung ist dabei quasi nur ein Nebenprodukt. Es ist hilfreich, beim Kauf des Holzes auf das FSC-Siegel zu achten. Dieses Siegel soll belegen, dass das Holz aus nachhaltigem Anbau stammt. Eine hundertprozentige Sicherheit hat man auch hier jedoch nicht.

 

Buchen-Holzkohle

Echte Buchen-Holzkohle ist zwar bis zu dreimal teurer, jedoch glüht sie deutlich länger und bietet eine bessere Hitze als herkömmliche Holzkohle.

  • Verwenden sie kein Papier zum Anzünden oder verfeuern in der Holzkohle, da durch den Auftrieb die Asche verwirbelt wird und auf dem Grillgut landen kann
  • Lassen sie angerissene Säcke Holzkohle nicht im Freien stehen, da diese schnell Feuchtigkeit zieht
  • Lassen sie Holzkohle immer erst gut durchglühen, bevor sie Grillgut auflegen
  • Buchenholzkohle hält Hitze bis zu dreimal länger als herkömmliche Kohle
  • Achten sie darauf, dass kein Tropenholz verwendet wurde
  • Für lange Grillprozeduren, wie zum Beispiel indirektes Grillen eignen sich besser Grillbrikett

 


Tipps für sicheres Grillen

  • Schütten sie niemals Grillanzünder oder Brandbeschleuniger wie Benzin, Spiritus, Diesel oä. auf bereits glühende oder brennende Kohlen!Sicheres grillen
  • Tränken sie keine Kohlen vor dem Anzünden in Grillanzünder oder brennbaren Flüssigkeiten, da diese schnell verdampfen und es so zu einer explosionsartigen Entzündung kommen kann
  • Bewahren sie Grillanzünder immer sicher vor Kindern auf
  • Beaufsichtigen sie ihre Kinder in der Nähe von heißen Grills und offenem Feuer
  • Verwenden sie einen Kohlegrill immer nur im Freien, da beim Grillen Gase freigesetzt werden, die in geschlossenen Räumen zu Rauchgasveriftungen führen können. Verwenden sie auch Gasgrills nicht in geschlossenen Räumen, da der CO2-Ausstoß zu hoch ist, höher als bei einem Gasherd
  • Achten sie auf den Funkenflug, Achtung Brandgefahr!
  • Legen sie sich die richtigen Werkzeuge zurecht, z.B. Schürhaken und Handschuhe
  • Deponieren sie einen Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher in der Nähe des Grillplatzes
  • Suchen sie sich eine ebene Stelle und achten sie auf einen sicheren Stand, wählen sie auch die Stelle so, das keine Bäume sich knapp über der Grillstelle befinden, achten sie auf die Rauchentwicklung und die Windrichtung, vermeiden sie eine Belästigung der Nachbarn
  • Behalten sie die Glut auch nach dem Grillvorgang im Auge, Löschen sie wenn nötig ab
  • Räumen sie an öffentlichen Grillplätzen auf Wiesen etc. Asche, Utensilien und Abfälle wieder weg und verlassen sie den Platz sauber, vermeiden sie eine Verschmutzung der Umwelt

 


Gesundes Grillen

Es gibt einige Hinweise die man beachten sollte, um auch ernährungsphysiologisch beim Grillen auf der sicheren Seite zu sein.

-Wenn Bratensaft beim Grillen in die Glut tropft, entstehen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), welche krebserregend sein sollen.  Wiederum beim Verdampfen können sich diese Stoffe auf dem Grillgut niederschlagen.

-Beim Grillen von Grillgut mit Pökelsalz können Nitrosamine entstehen, welche ebenfalls krebserregend sind. Deshalb keine rote Wurst oder Produkte die Pökelsalz enthalten zum Grillen verwenden.

-Schwarze und verkohlte Stellen sollten abgeschnitten und nicht mitgegessen werden.

-Bei Propangas- und Elektrogrills können keine giftigen Stoffe durch hineintropfen entstehen.

-Aluminiumschalen verhindern zwar das hineintropfen von Bratensfaft. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass sich z.B. bei säurehaltigen Lebensmitteln der Aluminiumgehalt  im Grillgut auf unzulässige Werte erhöht. Deshalb auch Aluminiumschalen lieber nicht nutzen, und auch Alufolie lieber nicht zum Einpacken verwenden.

-Grillpfannen aus Edelstahl eignen sich besser, sie verhindern, dass Bratensaft in die Glut tropft und das Grillgut dem Rauch ausgesetzt ist.gesundes Grillen

-Dünne Scheiben garen schneller durch und können daher nicht so leicht verkohlen, sie sind nicht so lange dem Rauch ausgesetzt.

-Achten sie auch auf die richtige Grilltemperatur, die Kohlen sollten bereits vor dem Auflegen eine Weißglut entwickelt haben

-Flammen durch herabtropfendes Fett nicht mit Bier löschen!

-Marinierte oder eingelegte Scheiben vorher gut abtropfen lassen, da diese sonst leichter Flüssigkeit abgeben.

-Statt Fleisch oder Wurst können sie auch mal Gemüse grillen


 

Wie am besten den Grillrost säubern?

Das hängt zunächst einmal vom Material des Rostes ab. Verwendet werden dabei oft, Edelstahl, Guss oder Keramik. Ist das Rost klein genug, kann es möglicherweise auch in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden. Dabei ist eine gewissen Vorweichung oft ratsam. Stark eingebrannte Verkrustungen lassen sich nur noch mit starker mechanischer Kraft wieder entfernen.

Zunächst empfiehlt sich eine passende Grillbürste aus dem Fachhandel. Diese gibt es in mehreren Varianten:

-Edelstahl           -Messing             -Stahl

Als weitere Variante empfiehlt sich eventuell ein Edelstahlschwamm.

Damit die Anhaftungen nicht verkrusten, kann man den Rost direkt nach dem Grillen nach ausreichender Abkühlungszeit, aber nicht ganz kalt, säubern. Fett lässt sich etwas erwärmt besser abwischen. Oder das Rost über Nach einweichen, in Wasser oder im feuchten Gras.

Möglich ist es auch Fettlöser oder Backofenreiniger zu verwenden.

Es ist davon abzuraten, dass Fett mit einer Flamme abzubrennen, da eine Verletzungsgefahr besteht und es zu einer heftigen Rauchentwicklung kommen kann.


 

Rechtliches zum Thema Grillen

Des einen Freud des anderen Leid. Lautstarke Grillpartys oder Rauchentwicklung kann mitunter den Ärger der Nachbarn und Streitigkeiten hervorrufen. Hinsichtlich des Grillens gibt es jedoch wenig klare Gerichtsurteile. Eine goldene Regel hilft sicher immer am meisten weiter: gegenseitige Rücksichtnahme. Versetzen sie sich möglicherweise in die Sicht ihres Nachbarn.

  • Wie bei allen Partys gilt ab 22 Uhr Nachtruhe, das bedeutet Lärm muss auf Zimmerlautstärke reduziert werden
  • Auf Balkonen darf grundsätzlich gegrillt werden, ebenso auf Terrassen, da sie zur Wohnung gehören.
  • Die Häufigkeit des Grillens und Rauchbelästung darf das ortsübliche Maß nicht überschreiten, dieser Begriff ist dehnbar
  • Gerichte haben sich schon dafür ausgesprochen, dass Aluschalen oder Elektrogrills verwendet werden sollen, um Rauchbelästigung zu minimieren
  • Zu starke Rauchentwicklung kann mit einem Bussgeld geahndet werden
  • Man darf nicht ständig grillen, aber wie oft ist erlaubt? Ein Gericht legte eine Obergrenze von 20 bis 25 Mal pro Jahr fest
  • Die Gerichte urteilen sehr unterschiedlich: Manche haben das Grillen auf dem Balkon gänzlich untersagt, manche erlaubt bis einmal pro Monat, jedoch sollte es 48 Stunden vorher angekündigt werden
  • Ein Gericht hat sogar erlaubt, dass der Vermieter das Grillen auf dem Balkon als nicht vertragsgemäße Nutzung untersagen kann
  • Während ein Gericht das Grillen nur bis 21 Uhr erlaubte und maximal 2 Stunden erlaubte ein anderes das Grillen bis 24 Uhr bis zu viermal im Jahr